Plasamschneiden

Bei thermischen Verfahren wird Hitze zum Schneiden oder Schmelzen von Material eingesetzt. Beim Plasmaschneiden wird ein hocherhitztes ionisiertes Gas verwendet, um einen sehr heißen Lichtbogen mit hoher Energiedichte zu erzeugen. Dieser kann jedes leitfähige Metall wie Stahl, Edelstahl oder Aluminium schneiden.

 



Vorteile

  • Sehr wirtschaftliches Schneidverfahren mit hohen Schnittgeschwindigkeiten (etwa Faktor 10 bis 20 mal schneller als Wasserstrahl), gerade bei grossen Materialstärken.
  • Erreicht eine hohe Schnittqualität, allerdings nicht"hoch" im Vergleich zum Wasserstrahlschneiden.Die Schnittgeschwindigkeit ist abhängig von der elektrischen Leitfähigkeit des Materials und nicht von dessen Härte.Relativ wenig Nachbearbeitung notwendig.
  • Meistens ist lediglich eine leichte Gratbildung oder Anhaftung von Schlacke zuentfernen.
  • Im produktiven Einsatz ist das Schneiden zwischen 5mm und 32mm Materialstärke problemlos wirtschaftlich durchführbar.

Nachteile

  • Es entsteht eine vergleichsweise starke thermische Wirkung beim Schnitt auf das Material, welches zu Verformungen oder Verzug führen kann. Dieses wird vor allem bei relativ geringen Materialstärken relevant.
  • Es kommt zu einer Aufhärtung des Plasmaschnittsin der Randzone durch thermische Einwirkung, welches z. B. Gewindeschneiden oder Nachbohren erschwert sowie zu Verfärbungen an der Schnittkante führen kann.
  • Eine Nacharbeitung kann je nach Materialer förderlich sein.
  • Mit der Materialstärke ansteigende Schnittfugenbreite ermöglicht keine sonderlich komplexen Schnittgeometrien.
  • Die hohe Qualität des Wasserstrahlschnitts ist nicht erzielbar. Plasma ist kein Wasserstrahl und erreicht nicht dessen Genauigkeitsklasse bei allen Schneidkonturen.
  • Herstellung sehr kleiner Werkstücke (kleiner als ca. 100x100mm) problematisch, da diese nach dem Schnitt in das Wasserbecken fallen können. Haltestege („Brücken“) sind beim Plasmaschnitt nicht möglich.


Beispiele